Donnerstag
, 28.09.17
 


 
Bürgerhaus Gräfelfing
am Bahnhofsplatz
  

In Zusammenarbeit mit der


Pierre Jarawan


Foto: Marvin Ruppert

Am Ende
bleiben die Zedern


Presseartikel



In seinem Debütroman erzählt Pierre Jarawan die Geschichte von Samir, dessen Eltern noch vor seiner Geburt aus dem Libanon nach Deutschland geflohen waren. Samir ist acht, als sein geliebter Vater spurlos verschwindet. 20 Jahre später reist Samir in das Land der Zedern, um das Rätsel um das Verschwinden seines Vaters zu lösen. Eine große und berührende Familiengeschichte, meisterhaft verwoben mit dem Schicksal des Nahen Ostens.

Pierre Jarawans Abend ist eine Multimedia-Lesung mit Passagen aus dem Roman mit Bildern aus dem Libanon und Informationen zur Geschichte und aktuellen Situation im Libanon und im Nahen Osten.

Pierre Jarawan ist Autor, Slam Poet, Bühnenliterat, Fotograf, Veranstalter und Moderator. 

Er wurde 1985 als Sohn eines libanesischen Vaters und einer deutschen Mutter in Amman /Jordanien geboren. Seine Eltern flohen vor dem Bürgerkrieg im Libanon, und er kam im Alter von drei Jahren nach Deutschland
und wuchs  in Kirchheim/Teck auf. Er lebt jetzt in München und zählt zu den erfolgreichsten Bühnenpoeten im deutschsprachigen Raum.

 

      




Eine Geschichte aus dem Libanon mit Einblicken in die aktuelle Situation im Nahen Osten

»Alle Söhne lieben ihre Väter. Aber ich habe meinen verehrt. Weil er mich mitnahm in die Wunderwelten, die er in seinem Kopf erschuf. Weil er mich berauschte mit seinen Worten


                                                                        Am Ende bleiben die Zedern

Mit den Erinnerungen an die Geschichten seines Vaters im Gepäck begibt Samir sich in den Libanon, auf Spurensuche nach dem Vater und den eigenen Wurzeln.. Seine Reise führt ihn durch ein noch immer gespaltenes Land, und schon bald scheint Samir nicht mehr nur den Spuren des Vaters zu folgen. Vielmehr ist es, als seien die Figuren aus dessen Geschichten real geworden. Sie bringen Samir einer Lösung näher, die seine kühnsten Vorstellungen übersteigt. Vor dem Hintergrund des dramatischen Schicksals des Nahen Ostens erzählt Pierre Jarawan eine phantasievolle, berührende und wendungsreiche Geschichte über die Suche nach den eigenen Wurzeln.

Der Roman wurde mit dem Literaturstipendium der Stadt München gefördert, erschien 2016 im Berlin Verlag (Piper), wurde mit dem Bayerischen Kunstförderpreis und dem AZ-Literaturstern des Jahres ausgezeichnet und als bestes deutschsprachiges Debüt beim Festival du Premier Roman in Chambéry vorgestellt. Es stand auf der SPIEGEL-Bestsellerliste und wurde auch in der holländischen Übersetzung ein Bestseller. Nächstes Jahr wird der Roman in Polen, Großbritannien und den USA erscheinen.
 


Quelle: www.derlibanon.de


Die Libanon-Zeder  ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Zedern (Cedrus) in der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Die Zeder ist das Nationalsymbol des Libanons. Doch der Baum ist durch den Klimawandel vom Aussterben bedroht.

Quelle: googlemaps


Die Zeder wird über 70mal in der Bibel erwähnt. Sie steht für Stärke und Macht, Größe, Gerechtigkeit und Schönheit. Alle Königshäuser des Alten Orients preisen die Libanonzeder und die Zedernwälder wegen ihrer Schönheit. Die Ägypter importierten Zedernholz, um Gebäude, Schiffe, Throne und Altäre zu bauen. Auch König David ließ sich einen Palast aus Zedernholz bauen.
Die Zeder ist das zentrale Symbol der Nationalflagge des Libanon. Der Landesname bedeutet "Weißes Gebirge"; die Hochgebirgsregionen des Libanongebirges sind ganzjährig mit Schnee bedeckt.
Ab 1920 entstanden die heutigen Landesgrenzen unter einem französischen Völkerbundsmandat. Unanhängigkeit seit 1943. Wegen seiner wirtschaftlichen Stabilität und politischen Neutralität (1949–1969) wurde der stark westlich bzw. französisch geprägte Libanon in den 1950er und 1960er Jahren auch als „Schweiz des Orients“ bezeichnet. Die Hauptstadt Beirut galt als „Paris des Nahen Ostens“. Zahlreiche historische Weltkulturdenkmäler, die berühmte libanesische Küche, atemberaubende Gebirgslandschaften, mondäne Skigebiete, Beachclubs, Weingüter und ein pulsierendes Nachtleben einerseits. Aber auch ein zerstörerischer Bürgerkrieg von Mitte der 1970er Jahre bis 1990, dessen Narben auch jetzt noch deutlich sichtbar sind. Konfessionelle Vielfalt: 18 anerkannte Religionsgemeinschaften, nur noch 4,5 Millionen eigene Bevölkerung. Doch in dem kleinen Land wird es eng: Zu 500 000 geflohenen Palästinensern kamen 1,5 Millionen Flüchtlinge aus Syrien. Langsam kippt im Land die Stimmung. Es gibt Konflikte mit den Nachbarstaaten und bedrückende Armut in den Flüchtlingslagern sowie in ländlichen Teilen des Staates. Jetzt hat die libanesische Armee den Beginn einer Offensive gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Osten des Landes verkündet.
 


Pierre Jarawan:

»'Am Ende bleiben die Zedern' ist eine Geschichte über die Suche nach den eigenen Wurzeln. Die Suche nach der Heimat. Und es ist eine Geschichte über die Wurzeln des Nahost-Konflikts, eingebettet in die Geschichte Samirs. ... Ich betrachte sowohl Deutschland als auch den Libanon als meine Heimat ... Darum war's mir wichtig, nicht nur die Geschichte einer Familie zu erzählen, die zwischen diesen Ländern hin- und hergerissen ist, sondern auch die Geschichte eines Landes mitzuerzählen.

 Ein Sprichwort sagt: Wer glaubt, er habe den Libanon verstanden,
dem hat man ihn nicht richtig erklärt.
«

(Auszüge aus dem Buchtrailer)


Pierre Jarawan, geboren 1985 in Jordanien, lebt seit 1989 in Deutschland. Er studierte in Stuttgart Germanistik und Anglistik. Aufbaustudium der Film-, Theater- und Fernsehkritik in München an der Hochschule für Fernsehen und Film. Er leitet Workshops und Lehrerfortbildungen zu den Themen Poetry Slam, kreatives Schreiben, oder Mehrsprachigkeit,  tritt als Bühnenpoet bei zahlreichen Poetry Slams im deutschsprachigen Raum auf, ist Veranstalter und Moderator mehrerer Poetry Slams und Leseshows. 2011 erscheint sein erstes Buch Anders sein ist ganz normal mit seinen besten Bühnentexten, Geschichten, Gedichten und andere Kleinformen. 2012 wird er internationaler deutschsprachiger Meister im Poetry-Slam. Seit 2013 moderiert er den Isar Slam, Münchens größten regelmäßigen Poetry Slam im Club Ampere. Zusammen mit dem Slam Poeten Alex Burkhard lädt Pierre Jarawan immer wieder Gäste in eine musikalische und literarische Lese- und Spielshow „Stadt, Land, Fluss“ ein. Die nächste Show ist am 4.10.17, im Vereinsheim, Occamstr. 8, München.
Seit einigen Jahren gehört auch die Fotografie zu seinen großen Leidenschaften.
Derzeit arbeitet er an seinem zweiten Roman.


„Für mich ist es schwierig zu akzeptieren: Ich bin ein Tourist im Land meiner Eltern.“


Pierre Jarawan liest aus AM ENDE BLEIBEN DIE ZEDERN - http://www.zehnseiten.de -
Hinterhof 2016






Poetry Slam ist ein literarischer Vortragswettbewerb, bei dem selbstgeschriebene Texte innerhalb einer bestimmten Zeit einem Publikum vorgetragen werden.                               
Die Regeln sind denkbar einfach. Menschen auf der Bühne tragen Texte vor, Menschen im Publikum stimmen darüber ab.                                       

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