Presseartikel zur  Festmatinée am
25. September 2011
in der Literarischen Gesellschaft Gräfelfing

Münchner Merkur 26.09.2011

Süddeutsche Zeitung 26.09.2011

Münchner Merkur 26.09.2011

                    

 

Wochenanzeiger 27.09.2011

 

 

 

"Gräfelfing ist vielen Literaten eine Reise wert." Ehrenvorsitzender Wolfgang Pollner, Bürgermeister Christoph Göbel, Ehrengast Prof. Wolfgang Frühwald, Vorstandsmitglied Max Gschneidinger und Vereinsvorsitzender Klaus Stadler (v.l.) (Foto: US)

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Zeitloser, hoher Anspruch

Festveranstaltung zum 90sten Geburtstag der Literarischen Gesellschaft Gräfelfing

Mit einem kurzen Abriss der Vereinsgeschichte begann der Vorsitzende der Gräfelfinger Literaten, Klaus Stadler, seine Ansprache zur Jubiläumsveranstaltung und packte die beeindruckende Menge an hochkarätigen Gästen und Unternehmungen in eine Viertelstunde Redezeit. Elias Canetti war unter den Gästen der Gesellschaft, wie auch Kurt Huber, Karl Bosl, Nike Wagner, Peter Sloterdijk, Martin Walser, Ulrich Mühe, Hans-Jochen Vogel oder Heribert Prantl – um nur einige zu nennen. „Wenn man diese lange Liste von Autoren, Künstlern, Politikern anschaut, ergreift einem Ehrfurcht und ein leichter Schauer“, staunte er selbst.

Gräfelfing sei eben vielen Literaten eine Reise wert gewesen und auch heute gelinge es, den eigenen hohen Anspruch umzusetzen. Die aktive Mitgliederschaft und die sehr gut besuchten Veranstaltungen geben dem Vorstand in Programmgestaltung und Autorenauswahl recht, freute er sich weiter. Erst im Frühjahr 2009 hatte Stadler das Amt des Vorsitzenden von Wolfgang Pollner übernommen, der auf die längste Amtszeit in der Vereinsgeschichte, nämlich von insgesamt 36 Jahren, schauen kann.

Ein haptisches Erlebnis

Bürgermeister Christoph Göbel würdigte den zeitlosen und hohen Anspruch der Gesellschaft. „Mit Ihrem Stil und der Aktualität Ihres Programms binden Sie Gäste wie auch Publikum“, so Göbel. Damit leiste die Gesellschaft einen bemerkenswerten Beitrag zum niveauvollen Kultur- und Gemeindeleben Gräfelfings.

Ehrengast Prof. Wolfgang Frühwald pries die Literatur im digitalen Zeitalter als Insel der Ruhe und verglich die Vorteile des Bücherlesens mit denen des e-books. „Das Lesen eines Buches ist stets ein haptisches Erlebnis bis hin zum Geruch des Papiers und dem Rascheln beim Umblättern. Was ist schon ein elektronisches Eselsohr gegen ein richtiges!“ In diesem Sinn zähle „die Literarische Gesellschaft Gräfelfings zu jenen Bastionen, auf die die Zivilgesellschaft nicht verzichten kann und darf.“